Ein neues Herz für den Brunnen

Der Weberbrunnen in der Süchtelner Fußgängerzone erhält eine neue
Pumpentechnik. Damit das neue „Herz“ des Brunnens eingebaut werden kann,
wurde er vorzeitig in den Winterschlaf geschickt. Die Bodenarbeiten werden
archäologisch begleitet.

Die Arbeiten zur Umgestaltung der Süchtelner Fußgängerzone schreiten
voran. Begonnen haben jetzt Arbeiten am Weberbrunnen. Der Brunnen erhält
eine neue Pumpentechnik. Darum ist der Bereich um den Brunnen mit einem
Bauzaun abgesichert. Der Brunnen selbst wurde bereits winterfest gemacht:
Die Pumpe ist abgestellt, das Wasser abgelassen.

Die neue Pumpentechnik ist so aufgebaut, dass das Wasser in einem
Kreislauf zirkuliert. Die Stadt setzt auf Wiederverwendung und damit einen
nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser. Durch die neue Pumpe wird
zugleich sichergestellt, dass der historische Weberbrunnen auch in Zukunft
in Funktion bleibt.

Der neue Technikschacht wird etwa 4 x 2,5 Meter groß sein und mit den
Schachtabdeckungen 3 Meter tief im Boden verbaut. Nach Fertigstellung
werden nur noch die Schachtabdeckungen sichtbar sein. Neben dem
Weberbrunnen wurde bereits ein Teilstück der befestigten Fläche
aufgenommen. Die Schachtarbeiten haben begonnen. Die umliegenden Häuser
und Geschäfte einschließlich der Apotheke sind weiterhin zugänglich.

Die Ausschachtung wird von einer archäologischen Baubegleitung überwacht.
Hintergrund ist der Umstand, dass in diesem Bereich von 1568 bis 1898 das
Rathaus stand. Die bisherigen Funde stammen aus einem Zeitraum zwischen
dem Spätmittelalter und dem 19. Jahrhundert. Bei den älteren Funden
handelt es sich um Fragmente von Gebrauchskeramik, die zur Zeit des Baus
des alten Rathauses weit verbreitet war. Weitere Erkenntnisse könnten die
fortschreitenden Ausschachtungsarbeiten erbringen.

Bei einer archäologischen Baubegleitung werden die Bodeneingriffe von
einem Archäologen beobachtet. Die Arbeiten müssen besonders schonend
erfolgen. Wird etwas entdeckt, werden die Funde sofort fachgerecht
dokumentiert und untersucht. Das kann dazu führen, dass die Baustelle
vorübergehend ruht. Die Baubegleitung ist dann die Methode der Wahl, wenn
entweder eine Grabung vor Beginn der eigentlichen Bauarbeiten nicht
möglich ist, oder wenn eine gesonderte Grabung im Verhältnis zu den
erwarteten Ergebnissen zu aufwändig wäre.

Hinweis an die Redaktionen: Das anliegende Bild der begonnenen Arbeiten
ist frei zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit dieser
Medieninformation bei Nennung des Urhebervermerks „Foto: Stadt Viersen“.
Die Angaben auf der Tafel dienen der Dokumentation im Zuge der
archäologischen Baubegleitung.

 

Fotos: Andreas Bürger