Die Umgestaltung der Süchtelner Innenstadt schreitet voran. Am Donnerstag, 29. Oktober 2026, wurden drei weitere Bäume gepflanzt. Damit stehen inzwischen neun der insgesamt 17 vorgesehenen neuen Bäume in der Fußgängerzone. Bei der Auswahl der Baumarten standen insbesondere die Anpassung an den Klimawandel und die örtlichen Gegebenheiten im Mittelpunkt. Auch die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger sind in die Planung eingeflossen.
„Die Umgestaltung der Süchtelner Innenstadt ist ein wichtiger Schritt, um unseren Stadtteil für die Zukunft gut aufzustellen. Mir ist bewusst, dass die Veränderungen während der Bauphase auch Fragen aufwerfen und unterschiedlich bewertet werden. Deshalb ist es wichtig, die Entscheidungen transparent zu erläutern. Mit den neuen Bäumen schaffen wir mehr Grün und verbessern langfristig die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt“, sagt Bürgermeister Christoph Hopp.
Bereits im Sommer 2020 hatte die Stadt Viersen im Rahmen einer Online-Beteiligung zur Umgestaltung der Fußgängerzone nach den bevorzugten Baumarten gefragt. Insgesamt 415 Menschen beteiligten sich an der Befragung. Für den Weberbrunnenplatz erhielt die Gleditschie die meisten Stimmen. Acht Bäume dieser Art sollen dort im weiteren Verlauf der Bauarbeiten gepflanzt werden.
Die bisherigen Neupflanzungen verteilen sich auf mehrere Standorte. An der Tönisvorster Straße stehen fünf Felsenbirnen, am Lindenplatz wurde eine Linde gepflanzt. Zwei Gleditschien ergänzen den Baumbestand in der Hochstraße zwischen Lindenplatz und Weberbrunnenplatz. Im Eingangsbereich am Stadttor wurde bereits im Frühjahr eine Linde in Kastenform gesetzt.
Die ausgewählten Baumarten sind an die besonderen Anforderungen innerstädtischer Standorte angepasst. Felsenbirnen vertragen Trockenheit, bieten Insekten mit ihren Blüten Nahrung und tragen Beeren, die Vögeln als Nahrungsquelle dienen. Die Gleditschie gilt als widerstandsfähig gegenüber Hitze und Trockenheit und zeichnet sich durch ihre leuchtend gelbe Herbstfärbung aus. Die am Lindenplatz gepflanzte Lindensorte „Greenspire“ kommt ebenfalls gut mit Hitze und Trockenheit zurecht. Ihre Krone soll künftig Schatten spenden.
Bei der Festlegung der Baumstandorte wurden auch die räumlichen Verhältnisse in der Innenstadt berücksichtigt. Die ausgewählten Baumarten unterscheiden sich in ihrer Wuchsform. Durch regelmäßige Pflege und gezielte Schnittmaßnahmen kann die Entwicklung der Baumkronen an die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden.
Auch die Gestaltung der Flächen rund um die Bäume, der sogenannten Baumscheiben, ist Teil des Planungskonzepts. Auf eine zusätzliche Bepflanzung mit Stauden wurde bewusst verzichtet. Hintergrund sind insbesondere die Anforderungen an Pflege und Sauberkeit im öffentlichen Raum. Stattdessen erhalten die Baumscheiben eine wassergebundene Wegedecke. Das Material ist wasserdurchlässig und ermöglicht die Versickerung von Niederschlagswasser. Die zunächst locker wirkende Oberfläche verfestigt sich durch Niederschläge zunehmend.
Mit den bisherigen Pflanzungen ist die Begrünung der Fußgängerzone noch nicht abgeschlossen. Acht weitere Gleditschien sind für den Weberbrunnenplatz vorgesehen. Die Pflanzungen erfolgen entsprechend dem Fortschritt der laufenden Bauarbeiten.
Fotos: Andreas Bürger